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Liebesverbote

#ALLE GEGEN ALLE – Eine Liebesgeschichte frei nach ROMEO UND JULIA

Prolog

Eines Tages auf großem Feste, auf dem es gab das Allerbeste, Hund und Katz verliebten sich und sagten: „Oh, ich möchte dich.“ Dagegen war es vorgesehn, dass Katz den Tiger hat zu nehm. Doch Kätzchen wehrte sich und traf stattdessen nachts sich mit dem Schaf. Die Katze bat: „Oh, Schaf ich bitte, halt nicht dich an der Eltern Sitte und schenk uns deinen Ehesegen, dass wir beschützt auf allen Wegen.“ Gesagt, getan. Nach kurzer Nacht, die Hund und Katz zu zweit verbracht, sprach Schaf: „Ab nun ein Paar ihr seid, auf ewig und von Gott geweiht.“ Doch dieses Glück war nicht genehm, es sollte nach den Regeln gehn, so dass die Tiere fingen an, zu streiten mit des Gegners Stamm. Sie nutzten oft das Todesschwert, das Feindesleben war nichts wert. Den Hund, den trieb man in die Ferne, obgleich ihn viele hatten gerne. D ́rauf schlich die Katze in der Not erneut zum Schaf, das Hilfe bot: „Du Kätzchen, solltest tot erscheinen, dass alle Tiere nur noch weinen, indes der Hund könnt kommen früh und retten dich ohn große Müh. Dann könnt ihr außer Landes fliehn und euch dem Schicksalstod entziehn.“ Doch dazu ist es nicht gekommen, das Leben beiden ward genommen durch Irrsinn und Intrigentum, die spukten in den Herzen ́rum. Der Hund, die Katz, sie schlafen nun im Himmel, wo sie dieses tun: Sie lehren uns und klar benennen, was wir an sich seit jeher kennen: „Was die Liebe hat vereint, soll der Hass nicht trennen.“

Anja Serak / Textwerkstatt „Liebesverbote“

gesprochen als Prolog der Inszenierung

Über das Projekt

Die Bürger:Bühne des Staatsschauspiels Dresden und der farbwerk e.V. verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, welche 18 erfolgreiche Theaterformate ermöglichte. In der Spielzeit 2023/2024 entstand der inklusive B:Club LIEBESVERBOTE in Kooperation mit farbwerk e.V. 
Nach einer längeren Pause in der Arbeit mit großen Gruppen in Folge der Pandemie konnte wieder ein großes Spielerinnen-Ensemble mit vielen neuen Spielerinnen für die inklusive B:Club-Arbeit eingeladen werden.

Seit Oktober 2023 probte der B:Club an einer eigenen Version von Shakespeares ROMEO UND JULIA. Lange haben die Teilnehmer*innen überlegt, den tragischen Ausgang des Stückes umzuschreiben. Denn wo bleibt die Liebe, wenn am Ende keiner mehr da ist? Letztendlich jedoch – mit Blick in die heutige Welt – haben sie sich entschieden, die Geschichte so zu belassen, wie sie geschrieben wurde. Und deshalb gibt es ein Ende, das sich keiner wünscht. Die Frage, wo unsere Geschichte hätte abbiegen können, um anders zu enden, gaben sie an das Publikum weiter. Es hätte viele Möglichkeiten gegeben.

Parallel zu den wöchentlichen Theaterproben gab es Kursangebote im Bereich Maske, Bühnen- und Kostümbild sowie eine Textwerkstatt. Diese kreativen Angebote lieferten wertvolle Impulse für die Arbeit am Stück.

Steck die Waffe weg! Wir können reden. Das ist doch keine Lösung, was du da machst. Es ist doch gar nicht unser Streit…

Aufführungen

Premiere:
22. Juni 2024 | 19:00 Uhr

Vorstellungen:
23. Juni 2024 | 15:00 Uhr
23. Juni 2024 | 19:00 Uhr
02. November 2024 | 19:00 Uhr
03. November 2024 | 15:00 Uhr, 18:30 Uhr

LIEBESVERBOTE-SPECIAL – Lesung:
02. November | 17:30 Uhr


Ort:
Kleines Haus 3, Glacisstraße 28, Dresden

Archiveintrag beim Staatsschauspiel Dresden


Fotonachweis: Sebastian Hoppe

Gefördert durch das Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.